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|*| Mensch im Kosmos |*|

eine spezielle besondere Aktion steht hier an.
Im Laufe dieser Woche werde ich einer Frage nachgehen: nämlich was den Menschen eigentlich zum Menschen macht.

Was ist der Mensch eigentlich... Was macht ihn aus und warum nimmt er eine solch besondere Stellung auf der Erde ein.
Ob man jemals zu einer wirklich universalen Antwort auf diese Frage kommen wird ist fraglich, jedoch denke ich, ist es nicht falsch sich damit auseinanderzusetzen. Gerade in der heutigen Welt, die ja so schnelllebig ist, dass es nicht einfach ist sich selbst und seine Mitmenschen zu definieren.
Nun ist es aber eine der großen menschlichen Eigenschaften Alles und jeden definieren zu wollen, auch sich selbst. Böse Zungen würden es Schubladendenken nennen, aber hier an dieser Stelle wollen wir so neutral wie möglich bleiben.

Im Laufe dieser Woche werde ich einige meiner eigenen Texte zu diesem Thema veröffentlichen, aber auch andere Schreiber sollen hier zu Wort kommen. Das werden ganz normal Menschen sien wie du und ich aber auch eben diejenigen, die man wohl als Denker bezeichnen würde...

Es wird natürlich um eine rege Beteiligung der Leser gebeten, denn es sollen ja so viele Stimmen wie möglich zu Wort kommen. Ausserdem werde ich versuchen unterschiedliche Medien des Internets zu nutzen, so dass es immer wieder etwas neues zu sehen gibt.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit



Der Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen träumt
Friedrich Hebbel Tagebücher 1835-43
3.7.06 15:57


|was den Menschen anders macht|

Zwangsläufig muss man sich mit der Frage auseinander setzen, was den Menschen denn nun zu dem macht was er ist. Ist es sein genetischer Code, seine Begabung der Kommunikation oder gar seine Unsterbliche Seele von der wir nicht einmal wissen ob sie tatsächlich existiert? Möglicherweise sind wir nur ein Teil eines großen, sich selbst regulierenden und sich selbst säubernden Biologischen Systems. Wir gehen davon aus, dass wir aus dem natürlichen Kreislauf des Fressens und Gefressenwerdens ausgebrochen sind, aber ist es nicht auch so, dass wenn wir einmal von der Erde verschwunden sind, - und ich gehe davon aus wenn wir es tun, dann mit einem großen Knall - dass dadurch anderen, von uns nur gering beachteten Lebewesen die Chance gegeben wird sich weiter zu entwickeln und die erde zu bevölkern? Wir würden somit einem aggressiven Reinigungsmittel ähneln, das die Erde von „schwachen“ Lebewesen befreien und somit anderen die sich besser an die Situation anpassen können den Weg ebenen würde. Somit würden auch wir uns wieder in diesen natürlichen Kreislauf der Auslese einreihen. Fakt ist dass das Genmaterial des Menschen zu ca. 98% mit dem bestimmter Menschenaffen identisch ist. Fakt ist auch, das unser Genmaterial genauso wenig wie das des Affen, das komplexeste ist. Das heißt, dass der Mensch nicht die meisten Gene in seinem Organismus hat. Nach neueren Untersuchungen besitzt der Südamerikanische Lungenfisch mit 80 pg (7,84 x 1010 basenpaaren) das größte bisher bekannte Genom. Wenn diese Faktoren also wegfallen was macht uns denn nun zu dem was wir sind? Was unterscheidet uns denn nun vom Menschenaffen? Auch wenn man jetzt meinen würde das Thema Genetik sei hiermit also abgehakt, nein, das ist es nicht. Man geht heute davon aus, das die unterschiedlichen Gensequenzen zwar gleich sind, aber trotzdem von Spezies zu Spezies unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Hierbei spielen unterschiedliche Proteine und Enzyme eine wichtige Rolle, die für die Umsetzung der DNS-Informationen zuständig sind. Hieraus ergeben sich die essentiellen unterschiede die es dem Menschen erst möglich machen zu sprechen und so zu handeln. Im Vergleich zum Menschenaffen nutzt der Mensch mehr Hirnkapazität, aus welcher auch unsere Kommunikationsfähigkeit zum Teil resultiert. Das Resultat dieser ganzen biologischen Betrachtungen ist, das viele Faktoren eine erhebliche Rolle gespielt haben, um uns zu dem zu machen was wir sind. Es waren einige Millionen Jahre Evolution notwendig um uns zu Menschen zu machen. Äußerliche Faktoren bildeten dabei den Rahmen in der diese Entwicklung stattfand. Nichts deutet darauf hin, das dies nicht auch mit einer anderen Spezies wieder geschehen könnte. Wir können uns also als dominierende Spezies für den Moment bezeichnen, werden es aber wohl nicht für immer bleiben.

[Ein weiterer text zu dem Thema: Die Rangstellung des Menschen im Kosmos]
3.7.06 21:05


:-: Tabula Rasa :-:

Menschliches Verhalten resultiert aus menschlichen Beziehungen.

Der Mensch eine unbeschriebene Tafel?


Lazlo Polgar, ein ungarischer Psychologe glaubt, das jedes Kind, das gesund zur Welt kommt ein potentielles Genie ist. In diesem Zusammenhang startete er ein Experiment um den Zusammenhang zwischen Intelligenz und Erziehung zu beweisen. Als Versuchspersonen dienten ihm seine drei Töchter. Alle drei bekamen von klein auf intensiven Unterricht zuhause. Mit 4 Jahren erlernten sie das Schach spielen und trainierten 6 stunden täglich unter Anleitung eines erfahrenen Tunierspielers. Alle drei machten am Schachbrett Kariere und erragen diverse Auszeichnungen auf diesem Gebiet. Die jüngste der drei Schwestern belegt mit ihren 26 Jahren Platz 10 der Weltrangliste eines von Männern dominierten Spiels.
Seit langen herrscht Streit darüber ob Intelligenz nun vererbbar ist, oder ob sie nur von der Erziehung abhängt. Das Experiment von Polgar ließe im Grunde darauf schließen das Intelligenz eine Frage der Erziehung ist, allerdings kann man nun einwenden, dass Polgar ja nur seine eigenen Kinder als Versuchspersonen nutzte. Man würde natürlich im vornherein davon ausgehen, das die Intelligenz eines Psychologen nicht unbedingt unter dem Durchschnitt liegen würde. Somit könnte man also argumentieren, dass in diesem fall die Erbanlagen wohl auch eine wichtige Rolle gespielt hätten, aber keinerlei Beachtung innerhalb dieses Experiments gefunden hätten. Polgar hatte vor weitere Kinder zu adoptieren um zu beweisen, das auch Kinder mit anderen genetischen Grundlagen als seinen Eigenen im Grunde genommen dieselben Chancen haben sich mit Hilfe der richtigen Ausbildung zu meistern ihres Faches zu entwickeln, so genannten Genies.

Der streit zwischen den Fraktionen “ererbte Intelligenz“ und „erzogene Intelligenz“ ist noch nicht beigelegt, aber inzwischen glaubt man sich darauf einigen zu können, dass es auch hier den golden Mittelweg geben muss. Ein Teil der Intelligenz ist demnach angeboren, der andere Teil wird entscheidend durch die Einflüsse der Umwelt geprägt.
Trotz allem kann man natürlich sagen, dass der Mensch als Individuum erst durch seine Erziehung und das durchlaufen der unterschiedlichen sozialen Gruppen gebildet wird. Hier entwickelt er seine Individuellen Fähigkeiten.

Leider ist anzumerken, dass manche Fähigkeiten von der Gesellschaft nicht als solche anerkannt und gewürdigt werden. Die Menschen sind so von dem Wirtschaftsgedanken geprägt und beeinflusst, dass nur die Fähigkeiten als sinnvoll empfunden werden, die den Profit steigen lassen. Schade, denn das Denken in andere Richtungen, hat schon oft einen großen Sprung nach vorne gebracht.


Weiterführende Literatur und Quellen

"Der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht“ Jean-Paul Sartre
11.7.06 17:46





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