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Idee oder Dogma

Ich bin der Meinung, dass die vielen Dogmen der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, den eigentlichen Glauben einschränken. Jeder Mensch legt die Grundlegende Idee einer Religion anders aus. Durch die vielen Satzungen und Gesetze, die eine Glaubensgemeinschaft aufstellt, fühlen sich viele Menschen der eigentlichen Idee nicht mehr zugehörig. Sie glauben zwar an dieselbe Botschaft, befinden allerdings einen anderen Weg für richtig als die Hauptgemeinschaft.
Der Vorteil einer Idee ist eben, dass sie angepasst werden kann. Eine individuelle Erweiterung ist möglich, ohne ihren Grundgedanken zu zerstören. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass viele Leute in der Religion und vielleicht auch gerade in ihren Dogmen, Sicherheit finden. Sie suchen einen Leitfaden für ihr Leben, der ihnen eben durch diese Gesetze geliefert wird. Diese Menschen würden möglicherweise mit der Flexibilität einer Idee und ihrer ständigen Erweiterungsmöglichkeiten nicht umgehen können, beziehungsweise eben auch nicht das finden was sie suchen, nämlich Stabilität. Natürlich ist es schön einen Leitfaden für unser Leben zu haben, bestimmte Gesetze die uns in unseren Grenzen halten, aber warum müssen diese alle so starr und unveränderlich sein? Welche Aktualität hat denn zum Beispiel ein Gesetz, das es Katholiken verbietet zu verhüten, in einer Welt, in der es armen Familien teilweise nicht einmal möglich ist die Kinder zu ernähren, ganz zu schweigen von den Geschlechtskrankheiten. Ich frage mich nur, ob es nicht möglich ist Flexibilität und Sicherheit zu vereinen. Kann dies nicht geschehen, weil konservative Menschen diese Systeme von Glauben und Dogmen kontrollieren? Und warum fällt es so schwer Fehler einzusehen?
1.9.05 01:20


"Der Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich macht."
Jean-Paul Sartre

Tja, gestern bekamen wir in Philosophie die Aufgabe uns ein Zitat auszusuchen und ein wenig dar?ber nachzudenken.
Ich habe die oben aufgef?hrte Aussage gew?hlt, weil ich ganz einfach derselben Ansicht bin.
Der Mensch ist zwar eine Rasse und urspr?nglich auch ein Tier, doch l?sst sich die Spezies Mensch nicht einfach so verallgemeinern. Der Mensch kann eigenst?ndig denken, entwickelt unterschiedliche Pers?nlichkeiten und besitzt die F?higkeit des Vorstellungsverm?gens und der Phantasie.
Durch diese Fertigkeiten beeinflusst jeder Mensch sich selbst und das Umfeld, in dem er lebt. Egal ob bewusst oder unterbewusst, gewollt oder ungewollt. Genauso wie jeder Mensch sein Umfeld beeinflusst, passt er sich diesem auch an.
Manche Menschen setzen sich in Szene, manche ziehen sich eher zur?ck. Aufgrund dieses Verhaltens entwickelt sich die Pers?nlichkeit und umgekehrt.
Zusammenfassend wird das Verhalten, Agieren, Denken, Auftreten, das Vorstellungsverm?gen und die Pers?nlichkeit eines Menschen sowohl von dem Umfeld, als auch von jedem Menschen selbst "gestaltet" und ver?ndert. Und da dies bei jedem Menschen so ist, ist es ein ewiges Hin und Her von Werden und Sein. Jeder Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich macht.

Man k?nnte diese Aussasge aber auch anders auslegen. Sodass nicht mehr jeder einzelne Mensch gemeint ist, sondern die Rasse "Mensch" im Allgemeinen.
Zur Zeit ist uns kein anderes Wesen bekannt, welches so dominant und beherrschend ist wie der Mensch.
Doch das war nicht immer so. Der Mensch war einst ein kleiner J?ger, Sammler, Nomade, kein Herrscher. Durch Evolution, Schicksal, der Wille Gottes (?) oder einfach durch das Streben nach Erfolg und (Weiter)Entwicklung machte die Menschen zu dem, was sie momentan sind oder zu sein scheinen.
Oftmals wird die Dominanz der Menschheit ?bersch?tzt. Es kommt zu Kriegen. Vielen Arten von Kriegen. Totale Kriege, atomare Kriege, biologische Kirege, "asymmetrische Konflikte" (z.B. "Kampf gegen den Terror") und viele mehr.
Der Mensch hat keine nat?rlichen Feinde gegen die er sich richten k?nnte. Und auch "niedere" Wesen sind f?r ihn nicht sonderlich "interessant" zum Bek?mpfen. Also bek?mpft er sich selbst. Seinen einzigen Gegner. Mit eben angef?hrten Kriegen, Machtspielereien der Politik, mit Umweltverschmutzung, durch Industrie erzeugte Klimaerw?rmung, durch den Menschen verursachte Naturkatastrophen, dem Kampf um Arbeit, um Geld, um Macht. Schon immer galt das Gesetz "fressen und gefressen werden". Der Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich macht.
N?mlich zu seinem eigenen M?rder.
8.9.05 22:35





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